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    <title>Czyslansky liest</title>
    <description>"Czyslansky liest" ist ein Podcast über Bücher. Aber eigentlich geht es gar nicht so sehr über Bücher, sondern darüber, was die Bücher mit mir machen.

Ich liebe Bücher. Und ich lese sie noch immer ausschließlich in gedruckter Form, also tote Bäume. Und ab und an schreibe und rede ich über Gelesenes. Heraus kommen dabei selten klassische Buchbesprechungen, eher schon kleine Erfahrungs- oder besser Erlesungsberichte. Wer sich für den Inhalt der Bücher interessiert, der muss diese schon selbst lesen. Walter Benjamin meinte einmal, echte Polemik nehme sich ein Buch so vor, wie ein Kannibale sich einen Säugling vornehme. Eben mit liebevoller Zuneigung. So nähere ich mich jedem neuen Buch. Lüstern schmatzend. 

Auf meinem Czyslansky-Blog habe ich schon mehr als 200 Bücher im Rahmen von Buchbesprechungen oder Leseempfehlungen vorgestellt. Das lesen viele. Aber es gibt nun mal auch Menschen, die lieber hören als lesen. Es gibt ja auch Hörbücher. Oder sie lassen sich vorlesen. Also berichte ich jetzt auch in meinem Podcast über meine Leseerfahrungen. Aber keine Angst: ich lese auch hier keine Klappentexte vor. Und von KI lasse ich mir auch nichts einflüstern.

Oft handelt es sich um aktuelle Werke aus dem Sortiment verfügbarer Belletristik, immer wieder aber auch um Bücher, die man nur noch antiquarisch erstehen kann, selten um Sachbücher, neu, alt, zerfleddert oder was auch immer. Einige Autoren tauchen immer wieder einmal auf. Auch manche Themen nehme ich mir des öfteren vor, etwa Exilliteratur oder jüdisches Leben. Verrisse wird man selten finden. Die werfe ich in aller Regel einfach in die Ecke.

Sie wollen wissen, wer Czyslansky eigentlich ist? Finden Sie's heraus. ;-)</description>
    <pubDate>Thu, 29 Oct 2026 06:00:18 +0000</pubDate>
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    <author>michael@mkausch.eu (Michael Kausch)</author>
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    <itunes:subtitle>Czyslansky empfiehlt Bücher - Aktuelles und Antiquarisches</itunes:subtitle>
    <itunes:summary>"Czyslansky liest" ist ein Podcast über Bücher. Aber eigentlich geht es gar nicht so sehr über Bücher, sondern darüber, was die Bücher mit mir machen.

Ich liebe Bücher. Und ich lese sie noch immer ausschließlich in gedruckter Form, also tote Bäume. Und ab und an schreibe und rede ich über Gelesenes. Heraus kommen dabei selten klassische Buchbesprechungen, eher schon kleine Erfahrungs- oder besser Erlesungsberichte. Wer sich für den Inhalt der Bücher interessiert, der muss diese schon selbst lesen. Walter Benjamin meinte einmal, echte Polemik nehme sich ein Buch so vor, wie ein Kannibale sich einen Säugling vornehme. Eben mit liebevoller Zuneigung. So nähere ich mich jedem neuen Buch. Lüstern schmatzend. 

Auf meinem Czyslansky-Blog habe ich schon mehr als 200 Bücher im Rahmen von Buchbesprechungen oder Leseempfehlungen vorgestellt. Das lesen viele. Aber es gibt nun mal auch Menschen, die lieber hören als lesen. Es gibt ja auch Hörbücher. Oder sie lassen sich vorlesen. Also berichte ich jetzt auch in meinem Podcast über meine Leseerfahrungen. Aber keine Angst: ich lese auch hier keine Klappentexte vor. Und von KI lasse ich mir auch nichts einflüstern.

Oft handelt es sich um aktuelle Werke aus dem Sortiment verfügbarer Belletristik, immer wieder aber auch um Bücher, die man nur noch antiquarisch erstehen kann, selten um Sachbücher, neu, alt, zerfleddert oder was auch immer. Einige Autoren tauchen immer wieder einmal auf. Auch manche Themen nehme ich mir des öfteren vor, etwa Exilliteratur oder jüdisches Leben. Verrisse wird man selten finden. Die werfe ich in aller Regel einfach in die Ecke.

Sie wollen wissen, wer Czyslansky eigentlich ist? Finden Sie's heraus. ;-)</itunes:summary>
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      <title>Czyslansky liest Folge 26: Robert Antelm &amp;quot;Das Menschengeschlecht&amp;quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Robert Antelme war Mitglied der Resistence, als er im Juni 1944 in Paris von der Gestapo gefangen genommen wurde. Er wurde erst nach Fresne verschleppt, anschließend nach Buchenwald und weiter ins Arbeitslager nach Gandersheim in Niedersachsen. Dieses Lager war ein Außenlager des KZ Buchenwald. Die Häftlinge mussten dort unter unmenschlichen Bedingungen Flugzeugteile für Heinkel herstellen. </p>
<p>In Gandersheim war Antelme von September 1944 bis April 1945 interniert.</p>
<p>Das Buch beschreibt überwiegend seine Zeit in Gandersheim. Von dort wurde er erst am 4. April 1945 evakuiert. Da standen die amerikanischen Befreier schon 30 Kilometer vor Gandersheim und er rechnete stündlich mit seiner Befreiung. Die SS aber schickte ihn zusammen mit den anderen Gefangenen auf einen zehntägigen Todesmarsch quer durch den Harz bis nach Bitterfeld, immer auf der Flucht vor den herannahenden amerikanischen Truppen. </p>
<p>Viele Häftlinge haben diesen Marsch nicht überlebt. Wer in Bitterfeld ankam, musste dort am 14. April einen Zug besteigen und wurde auf einer nochmal knapp zweiwöchigen Irrfahrt auf zahlreichen Umwegen ins Konzentrationslager Dachau befördert, das sie am 27. April erreichten. </p>
<p>Erst dort erlebte Antelme am 29. April 1945 zusammen mit 32.000 anderen Häftlingen seine Befreiung.</p>
<p>Es gibt viele Bericht aus Konzentrationslagern, viele entsetzliche Leidensberichte von Zwangsarbeit, Hunger und Folter. Was das Buch aber in meinen Augen wirklich einzigartig macht ist die brutal-naturalistische Schilderung der Entwicklung des langsamen Verfalls der Persönlichkeit der Gefangenen. Dabei schildert er nicht nur schonungslos die eigene Degeneration, sondern beobachtet diesen Niedergang auch bei seinen Mitgefangenen. Dabei zeichnet er die Unterschiede zwischen den verschiedenen Gruppen von Gefangenen exakt nach, zwischen den „Politischen“, den „Kriminellen“, den „Kirchlichen“, den „Kapos“, den „Aufsehern“ und den unterschiedlichen Nationalitäten mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen und Betroffenheiten im Krieg.</p>
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      <pubDate>Thu, 29 Oct 2026 07:00:00 +0100</pubDate>
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<p>In Gandersheim war Antelme von September 1944 bis April 1945 interniert.</p>
<p>Das Buch beschreibt überwiegend seine Zeit in Gandersheim. Von dort wurde er erst am 4. April 1945 evakuiert. Da standen die amerikanischen Befreier schon 30 Kilometer vor Gandersheim und er rechnete stündlich mit seiner Befreiung. Die SS aber schickte ihn zusammen mit den anderen Gefangenen auf einen zehntägigen Todesmarsch quer durch den Harz bis nach Bitterfeld, immer auf der Flucht vor den herannahenden amerikanischen Truppen. </p>
<p>Viele Häftlinge haben diesen Marsch nicht überlebt. Wer in Bitterfeld ankam, musste dort am 14. April einen Zug besteigen und wurde auf einer nochmal knapp zweiwöchigen Irrfahrt auf zahlreichen Umwegen ins Konzentrationslager Dachau befördert, das sie am 27. April erreichten. </p>
<p>Erst dort erlebte Antelme am 29. April 1945 zusammen mit 32.000 anderen Häftlingen seine Befreiung.</p>
<p>Es gibt viele Bericht aus Konzentrationslagern, viele entsetzliche Leidensberichte von Zwangsarbeit, Hunger und Folter. Was das Buch aber in meinen Augen wirklich einzigartig macht ist die brutal-naturalistische Schilderung der Entwicklung des langsamen Verfalls der Persönlichkeit der Gefangenen. Dabei schildert er nicht nur schonungslos die eigene Degeneration, sondern beobachtet diesen Niedergang auch bei seinen Mitgefangenen. Dabei zeichnet er die Unterschiede zwischen den verschiedenen Gruppen von Gefangenen exakt nach, zwischen den „Politischen“, den „Kriminellen“, den „Kirchlichen“, den „Kapos“, den „Aufsehern“ und den unterschiedlichen Nationalitäten mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen und Betroffenheiten im Krieg.</p>
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      <itunes:author>Michael Kausch</itunes:author>
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      <itunes:title>Czyslansky liest Folge 26: Robert Antelm &amp;quot;Das Menschengeschlecht&amp;quot;</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Buchbesprechung "Das Menschengeschlecht" von Robert Antelm</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Robert Antelme war Mitglied der Resistence, als er im Juni 1944 in Paris von der Gestapo gefangen genommen wurde. Er wurde erst nach Fresne verschleppt, anschließend nach Buchenwald und weiter ins Arbeitslager nach Gandersheim in Niedersachsen. Dieses Lager war ein Außenlager des KZ Buchenwald. Die Häftlinge mussten dort unter unmenschlichen Bedingungen Flugzeugteile für Heinkel herstellen. 

In Gandersheim war Antelme von September 1944 bis April 1945 interniert.

Das Buch beschreibt überwiegend seine Zeit in Gandersheim. Von dort wurde er erst am 4. April 1945 evakuiert. Da standen die amerikanischen Befreier schon 30 Kilometer vor Gandersheim und er rechnete stündlich mit seiner Befreiung. Die SS aber schickte ihn zusammen mit den anderen Gefangenen auf einen zehntägigen Todesmarsch quer durch den Harz bis nach Bitterfeld, immer auf der Flucht vor den herannahenden amerikanischen Truppen. 

Viele Häftlinge haben diesen Marsch nicht überlebt. Wer in Bitterfeld ankam, musste dort am 14. April einen Zug besteigen und wurde auf einer nochmal knapp zweiwöchigen Irrfahrt auf zahlreichen Umwegen ins Konzentrationslager Dachau befördert, das sie am 27. April erreichten. 

Erst dort erlebte Antelme am 29. April 1945 zusammen mit 32.000 anderen Häftlingen seine Befreiung.

Es gibt viele Bericht aus Konzentrationslagern, viele entsetzliche Leidensberichte von Zwangsarbeit, Hunger und Folter. Was das Buch aber in meinen Augen wirklich einzigartig macht ist die brutal-naturalistische Schilderung der Entwicklung des langsamen Verfalls der Persönlichkeit der Gefangenen. Dabei schildert er nicht nur schonungslos die eigene Degeneration, sondern beobachtet diesen Niedergang auch bei seinen Mitgefangenen. Dabei zeichnet er die Unterschiede zwischen den verschiedenen Gruppen von Gefangenen exakt nach, zwischen den „Politischen“, den „Kriminellen“, den „Kirchlichen“, den „Kapos“, den „Aufsehern“ und den unterschiedlichen Nationalitäten mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen und Betroffenheiten im Krieg.

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    <item>
      <title>Czyslansky liest 25 Michiko Aoyama: &amp;quot;Frau Komachi empfiehlt ein Buch&amp;quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>In fünf in sich abgeschlossenen kleinen Stories laden Protagonisten ihre Sinn- und Lebenskrise bei der Bibliothekarin Sayuri Komachi ab. Frau Komachi liebt nicht nur Honey-Dome-Kekse und bastelt seltsame Dinge aus Nadelfilz sondern hat auch für jedes Problem das passende Buch als Lebenshilfe parat. Der japanische Leser und die japanische Leserin des Buchs erhalten so wertvolle Buch-Tipps – auch ein Grund, warum Buchhändler in Japan das Werk von Aoyama, die übrigens hauptberuflich in einer Bibliothek beschäftigt ist, so schätzen. Wir, die des Japanischen nicht mächtig sind, haben davon leider wenig. Aber wir verstehen die allgemeinen Lebensweisheiten von der universellen Durchschlagskraft chinesischer Glückkekse auch ohne ergänzende Lektüre. Auch verstehen wir die Kraft des Mondauges und des Sonnenauges, und wir haben auch gelernt, dass fast überall außerhalb der deutschen Grenzen die Sonne männlich und der Mond weiblich ist. </p>
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      <pubDate>Thu, 22 Oct 2026 14:41:00 +0200</pubDate>
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      <itunes:subtitle>Czyslansky empfiehlt das Buch "Frau Komachi empfiehlt ein Buch" von Michiko Aoyama</itunes:subtitle>
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      <title>Czyslansky liest Folge 24: Silvia Tennenbaum: &amp;quot;Rachel, die Frau des Rabbis&amp;quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Rachel ist Ende 30, Mutter eines 16 Jahre alten Jungen und seit zwei Jahrzehnten mit dem Vorstadt-Rabbiner Seymour Sonnshein vermählt. Ihre Leidenschaft fürs Baseball ist groß, ihr Kleidungsstil auffällig, und sie verbringt ihre freie Zeit vorzugsweise in ihrem Atelier, um ihre unterbrochene Künstlerlaufbahn wieder aufzunehmen. Sie malt. Diese Lebensweise widerspricht der konventionellen Erwartung der Gemeindemitglieder an eine typische Rebbezin, also an die Frau eines Rabbiners.</p>
<p>Eigentlich passiert in diesem Buch nicht viel. Geschildert wird auf 450 Seiten ein ewig langer Vorstadtsabbat. Der Roman zieht sich hin wie ein dicker Bubble Gum und wird doch an keiner Stelle langweilig. Solche Bücher liebe ich. Sie leben von ihrer bildreichen Sprache, von den kleinen Alltagsszenen, von den Alltäglichkeiten. Und diese Alltäglichkeiten sind im Großen und Ganzen natürlich frustrierend. Das Leben der Rebbezin ist frustrierend, weil ihr Alltag so überaus im Gegensatz zu ihren Leidenschaften, ihren Trieben und intellektuellen Wünschen steht. Und die Fesseln ihres jüdischen Alltags stehen ihrer Emanzipation als Frau entgegen.</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 15 Oct 2026 14:40:00 +0200</pubDate>
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      <author>michael@mkausch.eu (Michael Kausch)</author>
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<p>Eigentlich passiert in diesem Buch nicht viel. Geschildert wird auf 450 Seiten ein ewig langer Vorstadtsabbat. Der Roman zieht sich hin wie ein dicker Bubble Gum und wird doch an keiner Stelle langweilig. Solche Bücher liebe ich. Sie leben von ihrer bildreichen Sprache, von den kleinen Alltagsszenen, von den Alltäglichkeiten. Und diese Alltäglichkeiten sind im Großen und Ganzen natürlich frustrierend. Das Leben der Rebbezin ist frustrierend, weil ihr Alltag so überaus im Gegensatz zu ihren Leidenschaften, ihren Trieben und intellektuellen Wünschen steht. Und die Fesseln ihres jüdischen Alltags stehen ihrer Emanzipation als Frau entgegen.</p>
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Eigentlich passiert in diesem Buch nicht viel. Geschildert wird auf 450 Seiten ein ewig langer Vorstadtsabbat. Der Roman zieht sich hin wie ein dicker Bubble Gum und wird doch an keiner Stelle langweilig. Solche Bücher liebe ich. Sie leben von ihrer bildreichen Sprache, von den kleinen Alltagsszenen, von den Alltäglichkeiten. Und diese Alltäglichkeiten sind im Großen und Ganzen natürlich frustrierend. Das Leben der Rebbezin ist frustrierend, weil ihr Alltag so überaus im Gegensatz zu ihren Leidenschaften, ihren Trieben und intellektuellen Wünschen steht. Und die Fesseln ihres jüdischen Alltags stehen ihrer Emanzipation als Frau entgegen.

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    <item>
      <title>Czyslansky liest Folge 23: Werner Herzog: „Jeder für sich und Gott gegen alle“</title>
      <description><![CDATA[<p>Natürlich inszeniert sich Werner Herzog in seinem Buch einmal mehr vortrefflich. Wie könnte er anders? Er ist dabei kein Hochstapler. Er ist ein Geschichtenerzähler. Er erzählt sein Leben als Abenteuerroman. Alles mag so gewesen sein. Oder ganz anders. Das ist nicht wirklich wichtig. Als Quelle seiner wunderbaren Filme und Bücher war alles genau so, wie er es beschreibt.</p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 07 Oct 2026 14:39:00 +0200</pubDate>
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      <title>Czyslansky liest Folge 22: Franz Friedrich: „Die Passagierin“</title>
      <description><![CDATA[<p>Seit dem Zauberberg habe ich mich in keinem Sanatorium so angeregt unterhalten wie in Kolchis mit der Passagierin von Franz Friedrich. Ein Lesepflicht-Buch über die Vergeblichkeit aus der Vergangenheit zu lernen, über das Elend des Exils, über Schuld und Hoffnung. In Kolchis treffen sich Exilanten aus allen Jahrhunderten zwischen – grob – 13tem und frühem 20tem Jahrhundert. Eine hübsche bunte Melange aus allen Kontinenten. In Kolchis wurden sie einst für das Leben in der Jetzt-Zeit trainiert oder „resozialisiert“. In diesem Roman geht es beständig um individuelle Verantwortung und um historische Erfahrung und stets um die subjektive Perspektive. Können wir die Welt verbessern? Hätten wir sie nicht verbessern können? Hätten wir sie verbessern müssen? </p>
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      <pubDate>Sun, 06 Sep 2026 09:04:00 +0200</pubDate>
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    <item>
      <title>Czyslansky liest Folge 21: Tuvia Tenenbom: „Gott spricht jiddisch“</title>
      <description><![CDATA[<p>Tuvia Tenenbom ist ein Tannebaum inmitten eines Eichenwäldchens. Jedenfalls ein liebevoller Störenfried. Ein Jude unter Antizionisten mitten in Jerusalem. Sohn eines Rabbi, Enkel eines chassidischen Oberrabbi, ultraorthodox aufgewachsen fiel der Apfel weit vom Stamm. Er hat Mathematik und Computerwissenschaften studiert, in New York Theater gespielt, für die Zeit die beachtenswerte Kolumne Fett wie ein Turnschuh verfasst und in Hamburg Neonazis, Gregor Gysi und den Bayerischen Innenminister interviewt. Nun hat er sich, der liberale Weltbürger, ein Jahr lang im ultraorthodoxen Jerusalemer Stadtteil Mea Shearim unter Chassiden und Litwaken gemischt. Und nicht als Voyeur, sondern als liebevoll teilnehmender Beobachter und als leidenschaftlich verfressener Liebhaber der jüdisch-orientalischen Küche, nie einer Kugl und ein paar Kichlach abgeneigt.</p>
]]></description>
      <pubDate>Sun, 30 Aug 2026 09:04:00 +0200</pubDate>
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      <author>michael@mkausch.eu (Michael Kausch)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Tuvia Tenenbom ist ein Tannebaum inmitten eines Eichenwäldchens. Jedenfalls ein liebevoller Störenfried. Ein Jude unter Antizionisten mitten in Jerusalem. Sohn eines Rabbi, Enkel eines chassidischen Oberrabbi, ultraorthodox aufgewachsen fiel der Apfel weit vom Stamm. Er hat Mathematik und Computerwissenschaften studiert, in New York Theater gespielt, für die Zeit die beachtenswerte Kolumne Fett wie ein Turnschuh verfasst und in Hamburg Neonazis, Gregor Gysi und den Bayerischen Innenminister interviewt. Nun hat er sich, der liberale Weltbürger, ein Jahr lang im ultraorthodoxen Jerusalemer Stadtteil Mea Shearim unter Chassiden und Litwaken gemischt. Und nicht als Voyeur, sondern als liebevoll teilnehmender Beobachter und als leidenschaftlich verfressener Liebhaber der jüdisch-orientalischen Küche, nie einer Kugl und ein paar Kichlach abgeneigt.</p>
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      <itunes:subtitle>Czyslansky empfiehlt das Buch „Gott spricht jiddisch“ von Tuvia Tenenbom</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Tuvia Tenenbom ist ein Tannebaum inmitten eines Eichenwäldchens. Jedenfalls ein liebevoller Störenfried. Ein Jude unter Antizionisten mitten in Jerusalem. Sohn eines Rabbi, Enkel eines chassidischen Oberrabbi, ultraorthodox aufgewachsen fiel der Apfel weit vom Stamm. Er hat Mathematik und Computerwissenschaften studiert, in New York Theater gespielt, für die Zeit die beachtenswerte Kolumne Fett wie ein Turnschuh verfasst und in Hamburg Neonazis, Gregor Gysi und den Bayerischen Innenminister interviewt. Nun hat er sich, der liberale Weltbürger, ein Jahr lang im ultraorthodoxen Jerusalemer Stadtteil Mea Shearim unter Chassiden und Litwaken gemischt. Und nicht als Voyeur, sondern als liebevoll teilnehmender Beobachter und als leidenschaftlich verfressener Liebhaber der jüdisch-orientalischen Küche, nie einer Kugl und ein paar Kichlach abgeneigt.

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      <title>Czyslansky liest Folge 20: Mareike Klee: „erzähl ich morgen“</title>
      <description><![CDATA[<p>Ein Frauenbuch für Männer? Ein Männerbuch für Frauen? Ach, was weiß denn ich. Jedenfalls ist „erzähl ich morgen“ von Mareike Klee ein gutes Buch. Und jedenfalls eine Liebesgeschichte. Und auf sowas steht ich ja eigentlich überhaupt gar nicht. Und trotzdem habe ich dieses Erstlingswerk von Mareike Klee gerne gelesen. Nein verschlungen. An zwei Tagen. Das geht, denn es liest sich leicht. Es ist ein flirrender kleiner Sommerroman.</p>
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      <pubDate>Sun, 23 Aug 2026 10:04:00 +0200</pubDate>
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      <author>michael@mkausch.eu (Michael Kausch)</author>
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      <itunes:subtitle>Czyslansky empfiehlt das Buch „erzähl ich morgen“ von Mareike Klee</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Ein Frauenbuch für Männer? Ein Männerbuch für Frauen? Ach, was weiß denn ich. Jedenfalls ist „erzähl ich morgen“ von Mareike Klee ein gutes Buch. Und jedenfalls eine Liebesgeschichte. Und auf sowas steht ich ja eigentlich überhaupt gar nicht. Und trotzdem habe ich dieses Erstlingswerk von Mareike Klee gerne gelesen. Nein verschlungen. An zwei Tagen. Das geht, denn es liest sich leicht. Es ist ein flirrender kleiner Sommerroman.

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      <title>Czyslansky liest Folge 19: Josefine Soppa: „Klick Klack, der Bergfrau erwacht“</title>
      <description><![CDATA[<p>Josefine Soppa schildert in „Klick Klack, der Bergfrau erwacht“ ihre Erfahrungen mit ihrer Schriftstellerkollegin KI, das heißt mit künstlicher Intelligenz, wie sie in Form von ChatGPT vor ungefähr zwei Jahren daher kam. Und sie lässt sie zu Wort kommen. In einer kurzweiligen Kurzgeschichte, die Leserin und Leser hurtig zwischen dem Krankenbett des Vaters der Schriftstellerin und ihrem Computer hin und her schubst. Das ist anstrengend, aber auch erhellend. </p>
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      <pubDate>Sat, 15 Aug 2026 11:53:00 +0200</pubDate>
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      <author>michael@mkausch.eu (Michael Kausch)</author>
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      <itunes:subtitle>Czyslansky empfiehlt das Buch „Klick Klack, der Bergfrau erwacht“ von Josefine Soppa</itunes:subtitle>
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      <title>Czyslansky liest Folge 18: Upton Sinclair: „Am Fließband“</title>
      <description><![CDATA[<p>Upton Sinclair: „Am Fließband“, die neue Ausgabe in der Übersetzung von Jörg Schröder aus dem März-Verlag, gerade erst erschienen, ganz „postmodern“ in klassischem März-Gelb. Das Original erschien 1937 unter dem Titel „The Flivver King“.</p>
<p>Sinclair schildert darin den ökonomischen Aufstieg und moralischen Verfall des Autokönigs Henry Ford und das Schicksal des Ford-Arbeiters Abner Shutt. Industriegeschichte und Gesellschaftskritik von oben und unten. Ein lehrreiches Buch.</p>
]]></description>
      <pubDate>Sun, 09 Aug 2026 11:53:00 +0200</pubDate>
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<p>Sinclair schildert darin den ökonomischen Aufstieg und moralischen Verfall des Autokönigs Henry Ford und das Schicksal des Ford-Arbeiters Abner Shutt. Industriegeschichte und Gesellschaftskritik von oben und unten. Ein lehrreiches Buch.</p>
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      <itunes:subtitle>Czyslansky empfiehlt das Buch „Am Fließband“ von Upton Sinclair</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Upton Sinclair: „Am Fließband“, die neue Ausgabe in der Übersetzung von Jörg Schröder aus dem März-Verlag, gerade erst erschienen, ganz „postmodern“ in klassischem März-Gelb. Das Original erschien 1937 unter dem Titel „The Flivver King“.

Sinclair schildert darin den ökonomischen Aufstieg und moralischen Verfall des Autokönigs Henry Ford und das Schicksal des Ford-Arbeiters Abner Shutt. Industriegeschichte und Gesellschaftskritik von oben und unten. Ein lehrreiches Buch.

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    <item>
      <title>Czyslansky liest Folge 17: Manja Präkels &amp;quot;Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß&amp;quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>In Manja Präkels Roman "Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß" erlebt die Protagonistin Mimi Schulz den Untergang ihrer Heimat, den Untergang der DDR. Ihre Kindheit erlebt die Tochter einer SED-treuen Lehrerin in einer Kleinstadt an der Havel. Schon vor dem Untergang der DDR wuchsen Frustration und eine junge desillusionierte Generation im ländlichen Havelland heran. Der Roman schildert, wie die Gewaltbereitschaft unter vielen Jugendlichen langsam zunahm und sich unter der offiziellen antifaschistischen Staatsideologie ein antibürgerlicher Jugendprotest ausbreitete, der begierig alles aufgriff, was verboten war: Fragmente nationalistischer Ideologien, noch unstrukturiert, aber gewaltbereit und so systemfern wie nur irgend möglich. Sehr schnell aber fokussieren sich diese Gruppierungen auf rassistische und Nazi-Vorbilder. Manja Präkels erklärt in „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ nicht, warum der Osten anders tickt, als der Westen. Sie beschreibt die unterschiedliche Entwicklung. Das ist wohltuend.</p>
]]></description>
      <pubDate>Fri, 31 Jul 2026 11:32:00 +0200</pubDate>
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      <author>michael@mkausch.eu (Michael Kausch)</author>
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    <item>
      <title>Czyslansky liest Folge 16: Jan Kuhlbrodt &amp;quot;Vor der Schrift&amp;quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>„Vor der Schrift“ ist ein poetisch-autobiografischer Text, in dem Jan Kuhlbrodt den tastenden Beginn seines Bewusstseins für Sprache und Welt erkundet. Die frühen Jahre in Karl-Marx-Stadt tauchen als flirrende Kindheitsszenerie auf, in der Geräusche, Gerüche und Bilder noch vor den Worten stehen und sich nur langsam zu einem Geflecht aus Sprache, Erinnerung und späterer Schrift verdichten. Dabei erscheint die junge DDR weniger als politischer Hintergrund denn als atmosphärer Raum: Straßennamen, Häuser, Fabriken und Stimmen ziehen vorbei, gesehen durch die Augen eines Kindes, das noch keine Begriffe für das hat, was es umgibt.</p>
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      <pubDate>Fri, 24 Jul 2026 15:32:00 +0200</pubDate>
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      <author>michael@mkausch.eu (Michael Kausch)</author>
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      <itunes:title>Czyslansky liest Folge 16: Jan Kuhlbrodt &amp;quot;Vor der Schrift&amp;quot;</itunes:title>
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    <item>
      <title>Czyslansky empfiehlt das Buch &amp;quot;Die Straße&amp;quot; von Robert Seethaler</title>
      <description><![CDATA[<p>Ganz normale Menschen leben in einer ganz normalen Straße: eine unglücklich verliebte Blumenhändlerin, ein aus der Zeit gefallener Antiquar, eine zumindest nach außen strenge und vielleicht auch ein wenig kalte Pflegeheimleiterin, ein Jugendlicher, der nicht so recht weiß, wohin mit seiner Kraft, ein Obdachloser, ein paar anonyme und ein paar stadtbekannte Alkoholiker. Sehr sympathisch ist auch ein muslimischer Arzt, der gerne Schweinelendchen isst. Es treten natürlich auch ein paar Immobilienhaie und seltsam-schräge Kleinpolitiker und provinzielle Geschäftsleute auf. Die ganze Mischpoke, die wir aus unserem Umfeld kennen, über die wir aber in unserem Alltag gerne hinwegsehen oder die wir gar nicht mehr wahrnehmen in ihrer Durchsichtigkeit und Farblosigkeit. Zusammen bilden sie ein Provinzgemälde des unaufhaltsamen Niedergangs. Ein tödlich morbider Roman, wie ihn so charmant nur ein Österreicher schreiben kann. </p>
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      <pubDate>Sun, 19 Jul 2026 10:14:00 +0200</pubDate>
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      <itunes:title>Czyslansky liest Folge 15: Robert Seethaler: &amp;quot;Die Straße&amp;quot;</itunes:title>
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      <title>Czyslansky liest Folge 14: Marlen Hobrack: &amp;quot;Schrödingers Grrrl&amp;quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>In Schrödingers Grrrl geht es um ein Mädchen mit Namen Mara Wolf, eine echte Looserin, Schulabbrecherin, ohne Job, lebt in Dresden, Instagram und senkt das Durchschnittsalter von Facebook auf unter ZDF-Niveau. Sie wäre gerne Influencerin für Mode, Schminke, H&amp;M, Zara, Katzen oder sonst was bildungsfernes. Das klappt aber alles nicht so richtig. Worum geht es? Sie veröffentlicht ein Buch, das sie aber nicht selbst geschrieben hat. Mehr verrate ich nicht. Es geht um ihre Rolle als Frau, als Underdog, als Riot Grrrl, um ihre Katze, um Schördingers Katze, um den Buchmarkt, um Social Media, um das Leben und den ganzen Kram.</p>
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      <pubDate>Tue, 14 Jul 2026 15:55:00 +0200</pubDate>
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      <title>Czyslansky liest Folge 13: Ken Bruen: &amp;quot;Ein Grabstein für Jack Taylor&amp;quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>„Er lenzte die letzte der pints“. Ein Roman, der mit diesen Worten beginnt, kann nicht völlig verderbt sein. Andererseits ist klar, dass es sich nicht um ein Werk von Thomas Mann handelt. Bei dem lenzt nichts. Und wenn einer pints lenzt, dann lenzt er wohl im angloamerikanischen Raum, vermutlich in einem irischen Pub. Und wenn er kongenial versoffen übersetzt wurde, dann wurde er eben nicht übersetzt, sondern nachgeschrieben. Und dann hat dies kein weniger Geringwürdiger als Harry Rowohlt getan. Und so ist es auch. Die Rede ist von Privatermittler Jack Taylor, einer Kopfgeburt des studierten Metyphysikers Ken Bruen.</p>
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      <pubDate>Sat, 13 Jun 2026 11:02:00 +0200</pubDate>
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      <author>michael@mkausch.eu (Michael Kausch)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>„Er lenzte die letzte der pints“. Ein Roman, der mit diesen Worten beginnt, kann nicht völlig verderbt sein. Andererseits ist klar, dass es sich nicht um ein Werk von Thomas Mann handelt. Bei dem lenzt nichts. Und wenn einer pints lenzt, dann lenzt er wohl im angloamerikanischen Raum, vermutlich in einem irischen Pub. Und wenn er kongenial versoffen übersetzt wurde, dann wurde er eben nicht übersetzt, sondern nachgeschrieben. Und dann hat dies kein weniger Geringwürdiger als Harry Rowohlt getan. Und so ist es auch. Die Rede ist von Privatermittler Jack Taylor, einer Kopfgeburt des studierten Metyphysikers Ken Bruen.</p>
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      <itunes:subtitle>Czyslansky empfiehlt das Buch "Ein Grabstein für Jack Taylor" von Ken Bruen</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>„Er lenzte die letzte der pints“. Ein Roman, der mit diesen Worten beginnt, kann nicht völlig verderbt sein. Andererseits ist klar, dass es sich nicht um ein Werk von Thomas Mann handelt. Bei dem lenzt nichts. Und wenn einer pints lenzt, dann lenzt er wohl im angloamerikanischen Raum, vermutlich in einem irischen Pub. Und wenn er kongenial versoffen übersetzt wurde, dann wurde er eben nicht übersetzt, sondern nachgeschrieben. Und dann hat dies kein weniger Geringwürdiger als Harry Rowohlt getan. Und so ist es auch. Die Rede ist von Privatermittler Jack Taylor, einer Kopfgeburt des studierten Metyphysikers Ken Bruen.

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    <item>
      <title>Czyslansky liest Folge 12: Edgar Selge: &amp;quot;Hast du uns endlich gefunden&amp;quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>„Hast du uns endlich gefunden“ ist eine Autobiographie. Selge erzählt von seinem autoritärem Vater, Gefängnisdirektor und Musiker, autoritärer Brüllwürfel und Zuchtmeister und sensibler Schumann-Interpret. Ein guter Deutscher. Er stand vor 1945 nicht auf der Seite der Opfer. Danach auch nicht. Selten hat jemand so schonungslos über seine Traumbilder berichtet wie Edgar Selge. Es gehört eine große innere Reife dazu, soviel Verletzung zu offenbaren.</p>
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      <pubDate>Mon, 08 Jun 2026 10:02:00 +0200</pubDate>
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      <itunes:subtitle>Czyslansky empfiehlt das Buch "Hast du uns endlich gefunden" von Edgar Selge</itunes:subtitle>
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      <title>Czyslansky liest Folge 11: Uwe Wittstock: &amp;quot;Marseille 1940&amp;quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Uwe Wittstock ist ein großartiger Geschichtenerzähler. Und sein Buch über den Massenexodus der deutschen Intelligenz vor dem Hitlerfaschismus über Frankreich und Spanien ist ein großartiger Essay, nein, ist eine spannende Sammlung an Augen- und Ohrenzeugenberichten über die menschlichen Schicksale rund um die Fluchthelferszene im Marseille der Jahre 1940 und 1941.</p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 03 Jun 2026 10:02:00 +0200</pubDate>
      <link>https://czyslansky.net/unterwegs-mit-uwe-wittstock-in-marseille-1940-eine-reise-und-buchbesprechung/</link>
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      <author>michael@mkausch.eu (Michael Kausch)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Uwe Wittstock ist ein großartiger Geschichtenerzähler. Und sein Buch über den Massenexodus der deutschen Intelligenz vor dem Hitlerfaschismus über Frankreich und Spanien ist ein großartiger Essay, nein, ist eine spannende Sammlung an Augen- und Ohrenzeugenberichten über die menschlichen Schicksale rund um die Fluchthelferszene im Marseille der Jahre 1940 und 1941.</p>
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      <itunes:title>Czyslansky liest Folge 11: Uwe Wittstock: &amp;quot;Marseille 1940&amp;quot;</itunes:title>
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      <itunes:summary>Uwe Wittstock ist ein großartiger Geschichtenerzähler. Und sein Buch über den Massenexodus der deutschen Intelligenz vor dem Hitlerfaschismus über Frankreich und Spanien ist ein großartiger Essay, nein, ist eine spannende Sammlung an Augen- und Ohrenzeugenberichten über die menschlichen Schicksale rund um die Fluchthelferszene im Marseille der Jahre 1940 und 1941.

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      <title>Czyslansky liest Folge 10: Tommie Goerz: &amp;quot;Im Schnee&amp;quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Am Anfang ist der Tod. Am Ende auch. Dazwischen ein großer Roman und ein kleines Stück Leben. 173 Seiten hat dieses Buch von Tommie Goerz. Man kann es also gut bei einer Flasche Rotwein lesen. Rotwein sollte es schon sein. Und schwer sollte er sein. Und draußen sollte es vielleicht ein bisschen kalt sein. Das ist eher kein Sommerbuch. Es heißt ja auch „Im Schnee“.</p>
]]></description>
      <pubDate>Fri, 29 May 2026 16:02:00 +0200</pubDate>
      <link>https://czyslansky.net/buchtipp-tommie-goerz-im-schnee-am-anfang-war-der-tod-am-ende-aus/</link>
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      <author>michael@mkausch.eu (Michael Kausch)</author>
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      <dc:creator>Michael Kausch</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Am Anfang ist der Tod. Am Ende auch. Dazwischen ein großer Roman und ein kleines Stück Leben. 173 Seiten hat dieses Buch von Tommie Goerz. Man kann es also gut bei einer Flasche Rotwein lesen. Rotwein sollte es schon sein. Und schwer sollte er sein. Und draußen sollte es vielleicht ein bisschen kalt sein. Das ist eher kein Sommerbuch. Es heißt ja auch „Im Schnee“.</p>
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      <itunes:title>Czyslansky liest Folge 10: Tommie Goerz: &amp;quot;Im Schnee&amp;quot;</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Czyslansky empfiehlt das Buch "Im Schnee" von Tommie Goerz.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Am Anfang ist der Tod. Am Ende auch. Dazwischen ein großer Roman und ein kleines Stück Leben. 173 Seiten hat dieses Buch von Tommie Goerz. Man kann es also gut bei einer Flasche Rotwein lesen. Rotwein sollte es schon sein. Und schwer sollte er sein. Und draußen sollte es vielleicht ein bisschen kalt sein. Das ist eher kein Sommerbuch. Es heißt ja auch „Im Schnee“.

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    </item>
    <item>
      <title>Czyslansky liest Folge 9: Irène Alenfeld: &amp;quot;Der Kipod. Geschichten von Damals.&amp;quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Czyslansky empfiehlt das Buch "Der Kipod. Geschichten von Damals." von Irène Alenfeld.</p>
<p>19 kleine Geschichten über ein jüdisches Leben. Nein: 19 große Geschichten über ein deutsches Leben. Aber nein: 19 wunderbare Geschichten über … ja über was eigentlich? Über die kleine und große Ruth. Ruth ist die Protagonistin dieses Buchs. Und die 19 Geschichten handeln von ihr, die im Berlin der Dreißiger Jahre in einer christlich-jüdischen Familie aufwächst. Der Bogen spannt sich von jenen Jahren der Nazi-Zeit bis zum Sechs-Tage-Krieg 1967. Und Ruth ist jüdisch, deutsch, christlich … Sie sitzt zwischen allen Stühlen. Wie so viele …</p>
<p>Und genau darum geht es in diesem Buch. Und genau das hat mich berührt und bis in Herz und Hirn getroffen. Denn es geht einmal NICHT um Juden in Deutschland und jüdisch sein in Deutschland und Deutsche und Israel und deutschen Antisemitismus. Die Blickrichtung ist dieses Mal anders. Die Blickrichtung ist richtig.</p>
<p>Irène Alenfeld begreift – wenn ich sie richtig begreife –  das Jüdische als Teil des Deutschen, die jüdische Kultur als Teil der deutschen Kultur. Beides ist untrennbar miteinander verbunden. Die Shoah war eine Amputation der deutschen Kultur. Wir Deutsche haben mit der Shoah einen Teil unserer ureigenen Kultur und Geschichte gemordet und – für immer? – verloren.</p>
]]></description>
      <pubDate>Sun, 10 May 2026 15:55:00 +0200</pubDate>
      <link>https://czyslansky.net/irene-alenfeld-der-kipod-geschichten-von-damals-eine-buchempfehlung/</link>
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      <author>michael@mkausch.eu (Michael Kausch)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Czyslansky empfiehlt das Buch "Der Kipod. Geschichten von Damals." von Irène Alenfeld.</p>
<p>19 kleine Geschichten über ein jüdisches Leben. Nein: 19 große Geschichten über ein deutsches Leben. Aber nein: 19 wunderbare Geschichten über … ja über was eigentlich? Über die kleine und große Ruth. Ruth ist die Protagonistin dieses Buchs. Und die 19 Geschichten handeln von ihr, die im Berlin der Dreißiger Jahre in einer christlich-jüdischen Familie aufwächst. Der Bogen spannt sich von jenen Jahren der Nazi-Zeit bis zum Sechs-Tage-Krieg 1967. Und Ruth ist jüdisch, deutsch, christlich … Sie sitzt zwischen allen Stühlen. Wie so viele …</p>
<p>Und genau darum geht es in diesem Buch. Und genau das hat mich berührt und bis in Herz und Hirn getroffen. Denn es geht einmal NICHT um Juden in Deutschland und jüdisch sein in Deutschland und Deutsche und Israel und deutschen Antisemitismus. Die Blickrichtung ist dieses Mal anders. Die Blickrichtung ist richtig.</p>
<p>Irène Alenfeld begreift – wenn ich sie richtig begreife –  das Jüdische als Teil des Deutschen, die jüdische Kultur als Teil der deutschen Kultur. Beides ist untrennbar miteinander verbunden. Die Shoah war eine Amputation der deutschen Kultur. Wir Deutsche haben mit der Shoah einen Teil unserer ureigenen Kultur und Geschichte gemordet und – für immer? – verloren.</p>
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      <itunes:summary>Czyslansky empfiehlt das Buch "Der Kipod. Geschichten von Damals." von Irène Alenfeld.

19 kleine Geschichten über ein jüdisches Leben. Nein: 19 große Geschichten über ein deutsches Leben. Aber nein: 19 wunderbare Geschichten über … ja über was eigentlich? Über die kleine und große Ruth. Ruth ist die Protagonistin dieses Buchs. Und die 19 Geschichten handeln von ihr, die im Berlin der Dreißiger Jahre in einer christlich-jüdischen Familie aufwächst. Der Bogen spannt sich von jenen Jahren der Nazi-Zeit bis zum Sechs-Tage-Krieg 1967. Und Ruth ist jüdisch, deutsch, christlich … Sie sitzt zwischen allen Stühlen. Wie so viele …

Und genau darum geht es in diesem Buch. Und genau das hat mich berührt und bis in Herz und Hirn getroffen. Denn es geht einmal NICHT um Juden in Deutschland und jüdisch sein in Deutschland und Deutsche und Israel und deutschen Antisemitismus. Die Blickrichtung ist dieses Mal anders. Die Blickrichtung ist richtig.

Irène Alenfeld begreift – wenn ich sie richtig begreife –  das Jüdische als Teil des Deutschen, die jüdische Kultur als Teil der deutschen Kultur. Beides ist untrennbar miteinander verbunden. Die Shoah war eine Amputation der deutschen Kultur. Wir Deutsche haben mit der Shoah einen Teil unserer ureigenen Kultur und Geschichte gemordet und – für immer? – verloren.

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    <item>
      <title>Czyslansky liest Folge 8: Lesja Ukrajinka: &amp;quot;Am Meer. Kurzgeschichten aus der Ukraine&amp;quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Lesja Ukrajinka kennen heute leider nur wenige Menschen außerhalb der Ukraine. Das ist sehr schade, denn sie ist zweifelsohne eine der wichtigsten Schriftstellerinnen dieses Landes. Geboren 1871 als Laryssa Petriwna Kossatsch im damals russischen Swjahel (Wolhynien), gestorben 1913 in Surami bei Tiflis, verfasste sie schon mit neun Jahren ihre ersten Gedichte. Und als Lyrikerin ist sie noch heute den meisten ihrer Landsleute ein Begriff, Ihre Prosa-Schriften sind weit weniger bekannt.</p>
<p>Sieben Erzählungen versammelt der Band „Am Meer“ aus dem Wallstein Verlag, der immer wieder mit wunderbaren literarischen Entdeckungen überrascht. Im deutschen Feuilleton wurde der Band fast durchweg wohlwollend aufgenommen. Ich bin ein wenig zwiegespalten: die beiden längeren Erzählungen „Am Meer“ und „Freundschaft“ halte ich für ganz ausgezeichnet, die kurzen Skizzen aber sind in meinen Augen zum Teil aber sehr unrund, nicht Fisch, nicht Fleisch, sowohl in ihrer Konzeption, als auch in ihrer sprachlichen Ausarbeitung irgendwie „unfertig“.</p>
]]></description>
      <pubDate>Sun, 10 May 2026 15:53:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Lesja Ukrajinka kennen heute leider nur wenige Menschen außerhalb der Ukraine. Das ist sehr schade, denn sie ist zweifelsohne eine der wichtigsten Schriftstellerinnen dieses Landes. Geboren 1871 als Laryssa Petriwna Kossatsch im damals russischen Swjahel (Wolhynien), gestorben 1913 in Surami bei Tiflis, verfasste sie schon mit neun Jahren ihre ersten Gedichte. Und als Lyrikerin ist sie noch heute den meisten ihrer Landsleute ein Begriff, Ihre Prosa-Schriften sind weit weniger bekannt.</p>
<p>Sieben Erzählungen versammelt der Band „Am Meer“ aus dem Wallstein Verlag, der immer wieder mit wunderbaren literarischen Entdeckungen überrascht. Im deutschen Feuilleton wurde der Band fast durchweg wohlwollend aufgenommen. Ich bin ein wenig zwiegespalten: die beiden längeren Erzählungen „Am Meer“ und „Freundschaft“ halte ich für ganz ausgezeichnet, die kurzen Skizzen aber sind in meinen Augen zum Teil aber sehr unrund, nicht Fisch, nicht Fleisch, sowohl in ihrer Konzeption, als auch in ihrer sprachlichen Ausarbeitung irgendwie „unfertig“.</p>
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      <itunes:title>Czyslansky liest Folge 8: Lesja Ukrajinka: &amp;quot;Am Meer. Kurzgeschichten aus der Ukraine&amp;quot;</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Czyslansky empfiehlt das Buch "Am Meer. Kurzgeschichten aus der Ukraine" von Lesja Ukrajinka</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Lesja Ukrajinka kennen heute leider nur wenige Menschen außerhalb der Ukraine. Das ist sehr schade, denn sie ist zweifelsohne eine der wichtigsten Schriftstellerinnen dieses Landes. Geboren 1871 als Laryssa Petriwna Kossatsch im damals russischen Swjahel (Wolhynien), gestorben 1913 in Surami bei Tiflis, verfasste sie schon mit neun Jahren ihre ersten Gedichte. Und als Lyrikerin ist sie noch heute den meisten ihrer Landsleute ein Begriff, Ihre Prosa-Schriften sind weit weniger bekannt.

Sieben Erzählungen versammelt der Band „Am Meer“ aus dem Wallstein Verlag, der immer wieder mit wunderbaren literarischen Entdeckungen überrascht. Im deutschen Feuilleton wurde der Band fast durchweg wohlwollend aufgenommen. Ich bin ein wenig zwiegespalten: die beiden längeren Erzählungen „Am Meer“ und „Freundschaft“ halte ich für ganz ausgezeichnet, die kurzen Skizzen aber sind in meinen Augen zum Teil aber sehr unrund, nicht Fisch, nicht Fleisch, sowohl in ihrer Konzeption, als auch in ihrer sprachlichen Ausarbeitung irgendwie „unfertig“.

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    </item>
    <item>
      <title>Czyslansky liest Folge 7: Ludwig Fels &amp;quot;Ein Sonntag mit mir und Bier&amp;quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Czyslansky empfiehlt das Buch "Ein Sonntag mit mir und Bier" von Ludwig Fels.</p>
<p>Dieses Buch in ein Nachhausekommen. Jedenfalls für einen Franken wie mich. Ludwig Fels: Ein Sonntag mit mir und Bier. Ludwig Fels wurde in Treuchtlingen geboren. Seine Gedichte und Geschichten haben mich durch meine mittelfränkische Jugend begleitet. Treuchtlingen war nicht fern. Er war ein paar Jahre älter und konnte – ein bisschen – besser schreiben. Er war in der Provinz nicht weniger verloren als ich. Er war mein fränkischer Herbert Achternbusch. Worum geht es in diesem Buch? Um alles und um nichts. Um die fränkische Seele eines Dichters. Um das Sein des Dichters Ludwig Fels. Der Dichter reflektiert. Was soll man auch sonst tun in einem Biergarten? </p>
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      <pubDate>Mon, 04 May 2026 15:55:00 +0200</pubDate>
      <link>https://czyslansky.net/ein-sonntag-mit-ludwig-fels-und-bier/</link>
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<p>Dieses Buch in ein Nachhausekommen. Jedenfalls für einen Franken wie mich. Ludwig Fels: Ein Sonntag mit mir und Bier. Ludwig Fels wurde in Treuchtlingen geboren. Seine Gedichte und Geschichten haben mich durch meine mittelfränkische Jugend begleitet. Treuchtlingen war nicht fern. Er war ein paar Jahre älter und konnte – ein bisschen – besser schreiben. Er war in der Provinz nicht weniger verloren als ich. Er war mein fränkischer Herbert Achternbusch. Worum geht es in diesem Buch? Um alles und um nichts. Um die fränkische Seele eines Dichters. Um das Sein des Dichters Ludwig Fels. Der Dichter reflektiert. Was soll man auch sonst tun in einem Biergarten? </p>
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      <itunes:title>Czyslansky liest Folge 7: Ludwig Fels &amp;quot;Ein Sonntag mit mir und Bier&amp;quot;</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Czyslansky empfiehlt das Buch "Ein Sonntag mit mir und Bier" von Ludwig Fels.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Czyslansky empfiehlt das Buch "Ein Sonntag mit mir und Bier" von Ludwig Fels.

Dieses Buch in ein Nachhausekommen. Jedenfalls für einen Franken wie mich. Ludwig Fels: Ein Sonntag mit mir und Bier. Ludwig Fels wurde in Treuchtlingen geboren. Seine Gedichte und Geschichten haben mich durch meine mittelfränkische Jugend begleitet. Treuchtlingen war nicht fern. Er war ein paar Jahre älter und konnte – ein bisschen – besser schreiben. Er war in der Provinz nicht weniger verloren als ich. Er war mein fränkischer Herbert Achternbusch. Worum geht es in diesem Buch? Um alles und um nichts. Um die fränkische Seele eines Dichters. Um das Sein des Dichters Ludwig Fels. Der Dichter reflektiert. Was soll man auch sonst tun in einem Biergarten? 

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    <item>
      <title>Czyslansky liest Folge 6: Hanna Kiel &amp;quot;Die Schlacht um den Hügel&amp;quot;</title>
      <description><![CDATA[<p>Czyslansky empfiehlt das Buch "Die Schlacht um den Hügel" von Hanna Kiel</p>
<p>„Die Schlacht um den Hügel. Eine Chronik aus Fiesole im August 1944“ ist ein Augenzeugenbericht der Kunsthistorikerin Hanna Kiel über die letzten Wochen der deutschen Besatzung im toskanischen Fiesole im August 1944. Das Buch schildert den Kriegsalltag unter Beschuss, Vertreibung, Hunger und Todesangst, aber auch Momente von Hilfe und Menschlichkeit zwischen Deutschen, Italiener*innen, Partisanen und Alliierten. Die Autorin beschreibt, wie die Wehrmacht die Hügel nördlich von Florenz als strategische Stellung besetzt, während die Alliierten vorrücken und Florenz bombardiert wird. Die Zivilbevölkerung wird aus den Häusern getrieben, in Keller und Ställe gepfercht, zu Arbeiten gezwungen und ist gleichzeitig den zunehmenden Aktionen des Widerstands ausgesetzt.</p>
]]></description>
      <pubDate>Fri, 24 Apr 2026 14:32:00 +0200</pubDate>
      <link>https://czyslansky.net/hanna-kiel-die-schlacht-um-den-huegel-eine-buchbesprechung/</link>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Czyslansky empfiehlt das Buch "Die Schlacht um den Hügel" von Hanna Kiel</p>
<p>„Die Schlacht um den Hügel. Eine Chronik aus Fiesole im August 1944“ ist ein Augenzeugenbericht der Kunsthistorikerin Hanna Kiel über die letzten Wochen der deutschen Besatzung im toskanischen Fiesole im August 1944. Das Buch schildert den Kriegsalltag unter Beschuss, Vertreibung, Hunger und Todesangst, aber auch Momente von Hilfe und Menschlichkeit zwischen Deutschen, Italiener*innen, Partisanen und Alliierten. Die Autorin beschreibt, wie die Wehrmacht die Hügel nördlich von Florenz als strategische Stellung besetzt, während die Alliierten vorrücken und Florenz bombardiert wird. Die Zivilbevölkerung wird aus den Häusern getrieben, in Keller und Ställe gepfercht, zu Arbeiten gezwungen und ist gleichzeitig den zunehmenden Aktionen des Widerstands ausgesetzt.</p>
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      <itunes:author>Michael Kausch</itunes:author>
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      <itunes:title>Czyslansky liest Folge 6: Hanna Kiel &amp;quot;Die Schlacht um den Hügel&amp;quot;</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Czyslansky empfiehlt das Buch "Die Schlacht um den Hügel" von Hanna Kiel</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>„Die Schlacht um den Hügel. Eine Chronik aus Fiesole im August 1944“ ist ein Augenzeugenbericht der Kunsthistorikerin Hanna Kiel über die letzten Wochen der deutschen Besatzung im toskanischen Fiesole im August 1944. Das Buch schildert den Kriegsalltag unter Beschuss, Vertreibung, Hunger und Todesangst, aber auch Momente von Hilfe und Menschlichkeit zwischen Deutschen, Italiener*innen, Partisanen und Alliierten. Die Autorin beschreibt, wie die Wehrmacht die Hügel nördlich von Florenz als strategische Stellung besetzt, während die Alliierten vorrücken und Florenz bombardiert wird. Die Zivilbevölkerung wird aus den Häusern getrieben, in Keller und Ställe gepfercht, zu Arbeiten gezwungen und ist gleichzeitig den zunehmenden Aktionen des Widerstands ausgesetzt.</itunes:summary>
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    </item>
    <item>
      <title>Czyslansky liest Folge 5: Halldor Laxness „Sein eigener Herr“</title>
      <description><![CDATA[<p>Czyslansky empfiehlt das Buch „Sein eigener Herr“ von Halldor Laxness.</p>
<p>„Sein eigener Herr“ ist einer der frühen Romane von Halldór Laxness. Er entstand noch unter dem Eindruck einer Reise in die Sowjetunion, die er 1932 besuchte. Es gibt keine positiven Helden in diesem Roman. Nur auf den ersten Blick erscheint die Welt heil und Bjartur als edler Held. 1955 erhielt Laxness den Literatur-Nobelpreis. Völlig zu Recht. „Sein eigener Herr“ ist ein großartiger Roman über einen dickköpfigen Islander, geschrieben von einem äußerst dickköpfigen Isländer.</p>
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      <pubDate>Thu, 23 Apr 2026 15:43:00 +0200</pubDate>
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<p>„Sein eigener Herr“ ist einer der frühen Romane von Halldór Laxness. Er entstand noch unter dem Eindruck einer Reise in die Sowjetunion, die er 1932 besuchte. Es gibt keine positiven Helden in diesem Roman. Nur auf den ersten Blick erscheint die Welt heil und Bjartur als edler Held. 1955 erhielt Laxness den Literatur-Nobelpreis. Völlig zu Recht. „Sein eigener Herr“ ist ein großartiger Roman über einen dickköpfigen Islander, geschrieben von einem äußerst dickköpfigen Isländer.</p>
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      <itunes:author>Michael Kausch</itunes:author>
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      <itunes:title>Czyslansky liest Folge 5: Halldor Laxness „Sein eigener Herr“</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Czyslansky empfiehlt das Buch „Sein eigener Herr“ von Halldor Laxness.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Czyslansky empfiehlt das Buch „Sein eigener Herr“ von Halldor Laxness.

„Sein eigener Herr“ ist einer der frühen Romane von Halldór Laxness. Er entstand noch unter dem Eindruck einer Reise in die Sowjetunion, die er 1932 besuchte. Es gibt keine positiven Helden in diesem Roman. Nur auf den ersten Blick erscheint die Welt heil und Bjartur als edler Held. 1955 erhielt Laxness den Literatur-Nobelpreis. Völlig zu Recht. „Sein eigener Herr“ ist ein großartiger Roman über einen dickköpfigen Islander, geschrieben von einem äußerst dickköpfigen Isländer.

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      <title>Czyslansky liest Folge 3: Hermelin auf Bänken</title>
      <description><![CDATA[<p>Czyslansky empfiehlt das Buch "Hermelin auf Bänken" von Patrick Holzapfel.</p>
<p>Ich sitze gerne. Genauer: ich sitze gerne auf Bänken. Was ich bislang nicht wusste: ich bin ein Bankier. Nun kenne ich natürlich das wunderhübsche Zitat von Mackie Messer aus der Dreigroschenoper „Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“. Aber ebenso könnte es heißen „Was ist der Besitz einer Bank gegen das Sitzen auf einer Bank?“</p>
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      <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 14:23:00 +0200</pubDate>
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<p>Ich sitze gerne. Genauer: ich sitze gerne auf Bänken. Was ich bislang nicht wusste: ich bin ein Bankier. Nun kenne ich natürlich das wunderhübsche Zitat von Mackie Messer aus der Dreigroschenoper „Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“. Aber ebenso könnte es heißen „Was ist der Besitz einer Bank gegen das Sitzen auf einer Bank?“</p>
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      <itunes:author>Michael Kausch</itunes:author>
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      <itunes:title>Czyslansky liest Folge 3: Hermelin auf Bänken</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Czyslansky empfiehlt das Buch "Hermelin auf Bänken" von Patrick Holzapfel.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Czyslansky empfiehlt das Buch "Hermelin auf Bänken" von Patrick Holzapfel.

Ich sitze gerne. Genauer: ich sitze gerne auf Bänken. Was ich bislang nicht wusste: ich bin ein Bankier. Nun kenne ich natürlich das wunderhübsche Zitat von Mackie Messer aus der Dreigroschenoper „Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“. Aber ebenso könnte es heißen „Was ist der Besitz einer Bank gegen das Sitzen auf einer Bank?“

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      <title>Czyslansky liest Folge 4: Schule der Trunkenheit</title>
      <description><![CDATA[<p>Czyslansky empfiehlt das Buch "Die Schule der Trunkenheit" von Kerstin Ehmer und Beate Hindermann.</p>
<p>Die „Schule der Trunkenheit“ gehört neben den Shell Autoatlas, und sonst nirgendwohin „Die Schule der Trunkenheit“ lohnt sich allemal. „Welche Spirituose kurvte im Glas von Willy Brandt und was trug diese zur Entspannung zwischen Ost und West bei? Warum gefährdete ein katholischer Geheimbund die Brandy-Produktion?“ Wer die Antwort auf solche Fragen sucht, der trinkt nicht aus Sucht, sondern weil er weiß, dass die Antwort auf die Frage aller Fragen nicht 42 lautet, sondern 40. Und zwar exakt 40, weil 40 Prozent der Alkoholgehalt ist, den der Erfinder des Periodensystems der Elemente Dmitri Iwanowitsch Mendelejew 1894 als russischen Standard definierte. </p>
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      <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 14:23:00 +0200</pubDate>
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<p>Die „Schule der Trunkenheit“ gehört neben den Shell Autoatlas, und sonst nirgendwohin „Die Schule der Trunkenheit“ lohnt sich allemal. „Welche Spirituose kurvte im Glas von Willy Brandt und was trug diese zur Entspannung zwischen Ost und West bei? Warum gefährdete ein katholischer Geheimbund die Brandy-Produktion?“ Wer die Antwort auf solche Fragen sucht, der trinkt nicht aus Sucht, sondern weil er weiß, dass die Antwort auf die Frage aller Fragen nicht 42 lautet, sondern 40. Und zwar exakt 40, weil 40 Prozent der Alkoholgehalt ist, den der Erfinder des Periodensystems der Elemente Dmitri Iwanowitsch Mendelejew 1894 als russischen Standard definierte. </p>
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Die „Schule der Trunkenheit“ gehört neben den Shell Autoatlas, und sonst nirgendwohin „Die Schule der Trunkenheit“ lohnt sich allemal. „Welche Spirituose kurvte im Glas von Willy Brandt und was trug diese zur Entspannung zwischen Ost und West bei? Warum gefährdete ein katholischer Geheimbund die Brandy-Produktion?“ Wer die Antwort auf solche Fragen sucht, der trinkt nicht aus Sucht, sondern weil er weiß, dass die Antwort auf die Frage aller Fragen nicht 42 lautet, sondern 40. Und zwar exakt 40, weil 40 Prozent der Alkoholgehalt ist, den der Erfinder des Periodensystems der Elemente Dmitri Iwanowitsch Mendelejew 1894 als russischen Standard definierte. 

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    <item>
      <title>Czyslansky liest Folge 2: Gunzenhausen</title>
      <description><![CDATA[<p>Czyslansky empfiehlt das Buch "Gunzenhausen. Das Leben des J.D. Salinger, von ihm selbst erzählt" von Piet de Moor.</p>
<p>Piet de Moor tut so, als wäre er Salinger. Das ist auch völlig legitim, da Salinger einerseits ein Profi im Versteckenspiel, andererseits viel zu wichtig ist, um ihm das durchgehen zu lassen. Salinger wurde zwar viel gelesen und man hat viel über ihn geschrieben, er selbst hat aber eigentlich wenig hinterlassen, außer dem Fänger keinen weiteren Roman, gerade einmal 35 Kurzgeschichten und ein paar kleine Erzählungen und eine unbekannte Anzahl von Fragmenten. Über sein Leben ist gar nicht viel bekannt. Immerhin weiß man, dass er nach dem Krieg einige Zeit mit der US Army in Gunzenhausen stationiert war. Gunzenhausen liegt 25 Kilometer entfernt vom mittelfränkischen Regierungssitz Ansbach, meiner Heimatstadt und beide Städte verbindet eine tiefbraune Vergangenheit. Sie waren vor hundert Jahren der fruchtbare fränkische Nährboden der NSDAP. Indem Piet de Moor die Gesprächspartner Salinger den Nazi-Alltag erklären lässt, erklärt er ihn uns. Was nun ist über Piet de Moors „Gunzenhausen. Das Leben des J.D. Salinger, von ihm selbst erzählt“ zu sagen? Es ist ein großartiges Buch. Es ist unterhaltsam und verstörend wie ein J.D. Salinger. Es ist lehrreich wie ein Piet de Moor. Es ist eine dicke Leseempfehlung.</p>
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      <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 14:15:00 +0200</pubDate>
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<p>Piet de Moor tut so, als wäre er Salinger. Das ist auch völlig legitim, da Salinger einerseits ein Profi im Versteckenspiel, andererseits viel zu wichtig ist, um ihm das durchgehen zu lassen. Salinger wurde zwar viel gelesen und man hat viel über ihn geschrieben, er selbst hat aber eigentlich wenig hinterlassen, außer dem Fänger keinen weiteren Roman, gerade einmal 35 Kurzgeschichten und ein paar kleine Erzählungen und eine unbekannte Anzahl von Fragmenten. Über sein Leben ist gar nicht viel bekannt. Immerhin weiß man, dass er nach dem Krieg einige Zeit mit der US Army in Gunzenhausen stationiert war. Gunzenhausen liegt 25 Kilometer entfernt vom mittelfränkischen Regierungssitz Ansbach, meiner Heimatstadt und beide Städte verbindet eine tiefbraune Vergangenheit. Sie waren vor hundert Jahren der fruchtbare fränkische Nährboden der NSDAP. Indem Piet de Moor die Gesprächspartner Salinger den Nazi-Alltag erklären lässt, erklärt er ihn uns. Was nun ist über Piet de Moors „Gunzenhausen. Das Leben des J.D. Salinger, von ihm selbst erzählt“ zu sagen? Es ist ein großartiges Buch. Es ist unterhaltsam und verstörend wie ein J.D. Salinger. Es ist lehrreich wie ein Piet de Moor. Es ist eine dicke Leseempfehlung.</p>
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Piet de Moor tut so, als wäre er Salinger. Das ist auch völlig legitim, da Salinger einerseits ein Profi im Versteckenspiel, andererseits viel zu wichtig ist, um ihm das durchgehen zu lassen. Salinger wurde zwar viel gelesen und man hat viel über ihn geschrieben, er selbst hat aber eigentlich wenig hinterlassen, außer dem Fänger keinen weiteren Roman, gerade einmal 35 Kurzgeschichten und ein paar kleine Erzählungen und eine unbekannte Anzahl von Fragmenten. Über sein Leben ist gar nicht viel bekannt. Immerhin weiß man, dass er nach dem Krieg einige Zeit mit der US Army in Gunzenhausen stationiert war. Gunzenhausen liegt 25 Kilometer entfernt vom mittelfränkischen Regierungssitz Ansbach, meiner Heimatstadt und beide Städte verbindet eine tiefbraune Vergangenheit. Sie waren vor hundert Jahren der fruchtbare fränkische Nährboden der NSDAP. Indem Piet de Moor die Gesprächspartner Salinger den Nazi-Alltag erklären lässt, erklärt er ihn uns. Was nun ist über Piet de Moors „Gunzenhausen. Das Leben des J.D. Salinger, von ihm selbst erzählt“ zu sagen? Es ist ein großartiges Buch. Es ist unterhaltsam und verstörend wie ein J.D. Salinger. Es ist lehrreich wie ein Piet de Moor. Es ist eine dicke Leseempfehlung.

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      <title>Czyslansky liest Folge 1: Amrum</title>
      <description><![CDATA[<p>Czyslansky empfiehlt das Buch Amrum von Hark Bohm.</p>
<p>Hark Bohm hat einen Erinnerungsroman geschrieben, ein Buch über Amrum, wie die Insel in der Erinnerung von Hark Bohm fortlebt. Der Schriftsteller, Regisseur, Filmemacher und Schauspieler Hark Bohm, Jahrgang 1939, hat seine Kindheit auf der Insel verbracht. Er kennt also das Amrum der Nachkriegsjahre, jener Zeit, in der es Armut gab, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, jede Mange Nazis, alte, unverbesserliche, geläuterte, irritierte, gewendete und solche, die niemals Nazis waren oder gewesen sein wollen.</p>
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      <pubDate>Tue, 21 Apr 2026 17:32:00 +0200</pubDate>
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<p>Hark Bohm hat einen Erinnerungsroman geschrieben, ein Buch über Amrum, wie die Insel in der Erinnerung von Hark Bohm fortlebt. Der Schriftsteller, Regisseur, Filmemacher und Schauspieler Hark Bohm, Jahrgang 1939, hat seine Kindheit auf der Insel verbracht. Er kennt also das Amrum der Nachkriegsjahre, jener Zeit, in der es Armut gab, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, jede Mange Nazis, alte, unverbesserliche, geläuterte, irritierte, gewendete und solche, die niemals Nazis waren oder gewesen sein wollen.</p>
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Hark Bohm hat einen Erinnerungsroman geschrieben, ein Buch über Amrum, wie die Insel in der Erinnerung von Hark Bohm fortlebt. Der Schriftsteller, Regisseur, Filmemacher und Schauspieler Hark Bohm, Jahrgang 1939, hat seine Kindheit auf der Insel verbracht. Er kennt also das Amrum der Nachkriegsjahre, jener Zeit, in der es Armut gab, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, jede Mange Nazis, alte, unverbesserliche, geläuterte, irritierte, gewendete und solche, die niemals Nazis waren oder gewesen sein wollen.

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